Wartung und Unterhalt

Le Roi BABAR hat seine Wartungsereignisse bisher vorwiegend im Hafen Tannenheim in Niderviller absolviert.

Dazu gehören in erster Linie die Reparaturen, das Ein- und Auswintern im Herbst bzw im Frühjahr, erneut die Reparaturen, die Motorenwartung, nochmals die Reparaturen sowie die Modifikationen, die sich aus der Fahrpraxis ergeben (vgl. > Spezifikationen – Technik – Besonderheiten), und schliesslich natürlich auch die Reparaturen (zu letzteren gehört auch Alles, was eigentlich schon immer hätte funktionieren müssen, es aber – weiss der Geier warum – nie so richtig tat).

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Unterhaltsarbeiten, Aenderungen und vor allem die Behebung von Mängeln werden also hier an die Hand genommen und (manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich) erledigt…

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Wintermonate sind Arbeitsmonate – im und vor dem Hangar.

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Schiffe sind permanente Baustellen (Schiffbau oder Schiefbau?) – und Fachspezialisten auch nur Menschen , die Probleme meist als Aufgabe (Aufgaben hie und da allerdings auch als Probleme) ansehen –

da hat’s undichte Fenster (das Schiff hat viele Fenster, und sie wechseln sich in ihrer Dichtigkeit öfter mal ab) ,

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oder eine durchgescheuerte Kühlwasserleitung (bringt viel Stimmung ins Boot, wenn der Motor auf der hochwasserführenden Saône heisszulaufen beginnt…),

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oder einen Generator, dessen Motor zwar läuft, der aber keinen Strom produziert (Amerikaner würden das „fuel to noise converter“ nennen), oder verbrauchte Anoden, oder abblätternde Farbe (inkl Grundierung und Spachtel natürlich…) – Rost macht erst die Münze wert, meint Goethe in seinem Faust II, aber das muss ja nicht auch für Schiffe gelten –

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oder ein etwas stark abgeändertes Querruder (im Originalzustand wären da 10 Propellerblätter dran – siehe unten), oder…bild_45

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(So sehen Querruder-Propeller aus, links in ursprünglicher Originalversion mit 2 x 5 Propellerblättern, rechts in etwas strapazierter Gebrauchtversion.)

Und wenn bei den auf dieser Webseite veröffentlichten Bildern hie und da mal Abweichungen im Erscheinungsbild festzustellen sind (mal hat’s da eine Hecktreppe statt einer Leiter, mal unterhalb der Fenster Halterungen für die Fender statt der langen Stricke von der Reling runter, mal Türen wo früher keine waren, mal ….) – dann sind auch das Spuren aktiver Wintermonate, während denen das Schiff immer wieder optimiert und den Bedürfnissen der Besatzung (und vor allem dero Alter….) angepasst wird.

Details dazu finden sich in der Regel unter > Spezifikationen – Technik – Besonderheiten !

Wartung findet natürlich mehr oder weniger regelmässig auch unterwegs statt – in der Form von Kontrollen, beispielsweise des Wasserfilters oder des Oelstands,  aber auch zur Störungsbehebung, etwa bei einem verstopften Dieselfilter oder einem defekten Impeller.

Dann erweisen sich die Box mit den Ersatzteilen (und vor allem ein – besser mehrere – Kursbesuch(e) bei „MT Marinetechnik“ und fleissiges Dabeisein bei der jährlichen Wartung….) als sehr nützlich – oft müsste man sonst „irgendwo unterwegs auf einem Kanal“ lange auf entsprechend passende Stücke bzw Unterstützung warten…

Alles, was auch mal unterwegs aussteigen und nicht zur Ueberbrückung improvisiert repariert werden kann, sollte mindestens in dieser Box enthalten sein.

Im Bauch der BABAR finden sich deshalb neben Betriebsmitteln wie Motorenöl und Kühlwassermischung stets  auch Reserve -Impeller, -Oelfilter, -Dieselfilter, -Keilriemen, -Wasserfilterdeckel, -etc. Alles natürlich immer mit den entsprechend passenden Dichtungen…

Und selbstverständlich das dazu notwendige (und wenn möglich auch passende…) Werkzeug (warum ist in einem Standard-Schlüsselset genau der Schlüssel nie zu finden, den man zum Entlüften nach einem Diesel-Filterwechsel unbedingt braucht?! Also den mal sicher separat und rot markiert mitführen…).

Dazu gehört schliesslich auch – wenns grad geht – eine leise Ahnung vom Gewusst-wie….

 

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